Passkeys heute: Vom Zukunftsthema zum neuen Standard der Anmeldung

Passkey statt Passwort: Ein Jahr später – warum der Umstieg jetzt Sinn macht
Janine Vollrath

Vor einem Jahr haben wir das erste Mal über Passkeys berichtet. Damals war die Technologie für viele noch neu, teils abstrakt und vor allem eines: Zukunftsmusik. Heute – zwölf Monate später – hat sich das Bild deutlich geschärft. Passkeys sind nicht mehr nur ein Sicherheitskonzept, sondern werden zunehmend Realität im Unternehmensalltag. Zeit für ein Update: Wo stehen wir heute, was hat sich bewährt und warum ist genau jetzt der richtige Moment für den Umstieg?

Rückblick: Warum Passwörter schon 2025 an ihre Grenzen gestoßen sind

Bereits im letzten Jahr haben wir gezeigt, warum klassische Passwörter ein strukturelles Sicherheitsproblem darstellen: Sie sind anfällig für Phishing, werden wiederverwendet, vergessen oder zu einfach gewählt. Diese Probleme haben sich nicht gelöst – im Gegenteil. Mit steigender Zahl an Cloud-Diensten, Remote-Arbeitsplätzen und externen Zugriffen wächst die Angriffsfläche weiter. Gleichzeitig steigt der organisatorische Aufwand: Passwort-Resets, Support-Tickets und Sicherheitsrichtlinien kosten Zeit und Ressourcen. Der entscheidende Punkt: Das Problem liegt nicht beim Nutzer, sondern im System Passwort selbst.

Passkeys in der Praxis: Vom Konzept zum Standard

Was sich seit deutlich verändert hat, ist der Reifegrad der Technologie. Passkeys sind heute fest in Betriebssysteme, Browser und große Plattformen integriert. Die Anmeldung erfolgt über bekannte und akzeptierte Verfahren wie Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN – ohne zusätzliche Hürden für den Nutzer. Technisch bleibt das Prinzip gleich: Ein kryptografisches Schlüsselpaar ersetzt das Passwort vollständig. Der private Schlüssel verbleibt sicher auf dem Endgerät, der öffentliche Schlüssel auf dem Server. Entscheidend ist jedoch die Praxis: Passkeys sind inzwischen stabil, plattformübergreifend nutzbar und für Anwender intuitiv verständlich. Damit entfällt einer der größten Einwände aus der Anfangszeit – die Sorge vor mangelnder Alltagstauglichkeit.

Warum der Umstieg jetzt strategisch sinnvoll ist

Während Passkeys vor einem Jahr noch als Innovation galten, entwickeln sie sich zunehmend zum neuen Standard der Authentifizierung. Unternehmen, die heute umstellen, verschaffen sich mehrere Vorteile gleichzeitig: Sie reduzieren Sicherheitsrisiken, senken den Support-Aufwand und verbessern die Nutzererfahrung für Mitarbeitende und Kunden. Zudem lassen sich Passkeys ideal mit bestehenden Sicherheitskonzepten wie Single Sign-on oder Zero-Trust-Architekturen kombinieren.

Wer hingegen weiter abwartet, verlängert die Abhängigkeit von einer bekannten Schwachstelle – und riskiert, den Anschluss an moderne Sicherheitsstandards zu verlieren.

Fazit: Passkeys sind angekommen – nicht irgendwann, sondern jetzt

In der Vergangenheit war die Frage noch, ob Passkeys sich durchsetzen werden. Heute geht es darum, wie schnell Unternehmen den Wechsel gestalten. Die Technologie ist da, die Akzeptanz steigt und die Vorteile sind messbar.

Passkeys markieren keinen evolutionären Schritt, sondern einen klaren Schnitt mit einem überholten Sicherheitsmodell. Wer jetzt handelt, investiert nicht nur in bessere IT-Sicherheit, sondern in eine zukunftsfähige, benutzerfreundliche digitale Infrastruktur.

Bereit für den nächsten Schritt ohne Passwort? Passkeys sind heute mehr als ein Zukunftstrend – sie sind eine praxisreife Lösung für sichere und komfortable Anmeldungen. Wir unterstützen Sie bei der Bewertung Ihrer bestehenden Systeme, der technischen Umsetzung und der sicheren Einführung passwortloser Authentifizierung in Ihrem Unternehmen.

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